Mosoni Donau

In der Früh scheint die Sonne und wir brechen bald auf. Da wir nahe einer langen Buhne unser Camp aufgeschlagen hatten, treideln wir ein Stück stromaufwärts, um sicher vorbei zu kommen. Wir haben starken Gegenwind, dank der Strömung kommen wir trotzdem gut voran und erreichen bald Bratislava. Kurz nach Bratislava macht sich der Staubereich des Kraftwerkes Gabcikovo bemerkbar. Bei Stromkilometer 1852 nahe des Wehrs Mosonske Rameno gehen wir an Land. Nun beginnt der bis jetzt härteste Teil unserer Reise. Bei 30 Grad ziehen wir unser Boot und die gesamte Ausrüstung bis zu einem Sperrwerk. Nach gut zwei Stunden sind wir dort und bringen unser Boot über einen steilen Abhang wieder ins Wasser. Wir haben die Mosoni Donau erreicht. Von diesem naturbelassenen Arm sind wir sofort fasziniert. Wir sehen viele Reiher, Kormorane und andere Vögel. Es liegen viele umgefallene Bäume im Wasser und wir müssen Slalom fahren um durchzukommen. Schließlich erreichen wir unser heutiges Tagesziel, den Campingplatz Rajka.

Wir starten heute bei strahlendem Sonnenschein und es wird schnell sehr heiß. Die Strömung ist anfangs noch sehr gut, wird aber immer schwächer. In der naturbelassenen Landschaft fühlen sich die Graureiher wohl. Sie sind aber sehr scheu, fotografieren ist schwierig. Immer wieder gibt es Verblockungen, die wir umfahren müssen. Viele Prachtlibellen schwirren umher und in den Schilfzonen quaken die Frösche. Stellenweise lassen wir uns treiben und genießen die Natur.