Wien
Bei Regen bauen wir unser Lager ab. Stefan hilft uns, unser Boot ins Wasser zu bringen. Schnell ist alles verstaut und es geht weiter. Da wir uns nicht für die Schleuse Nussdorf angemeldet haben- hätten wir zeitlich nicht geschafft, fahren wir an der rechten Seite der Donauinsel entlang. Jetzt scheint die Sonne und wir suchen uns ein ein Platzerl, wo wir anfangen können um uns umzuziehen. Bei flotter Strömung geht es an vielen Hausbooten vorbei, die alle am Bug eine Reuse hängen haben. Bald erreichen wir den Hinweis für die Übertragung des Kraftwerkes Freudenau. Die Tafel informiert uns, dass die Übertragungsstelle gesperrt ist und wir auf die andere Seite zur Schleuse müssen. Wir freuen uns schon. Das ändert sich jedoch nach dem Telefonat. Ein äußerst unfreundlicher Schleusenwärter erklärt uns, dass er uns nicht schleust. Er glaubt mir nicht, dass die Umtragung gesperrt ist und ruft seinen Chef an, der ihm recht gibt! Sorry wir können lesen… Noch während ich ihn auf diese Tatsache hinweise, legt er einfach auf! Service am Kunden schaut anders aus…Es bleibt uns nichts anderes übrig, wir müssen zurück ans andere Ufer. Die Rampe ist völlig verdreckt, Walter muss erst einmal einen Weg freiräumen, damit wir an Land können. Jeder von uns hat eine schwere Tasche am Rücken, die Kühlbox tragen wir zu zweit und mit der anderen Hand zieht Walter noch das Boot. Auf halber Strecke versperrt uns ein Container den Weg – Baustelle. Wir kommen gerade so vorbei und kämpfen uns zum Einstieg. Diese Rampe ist ok. Nach so viel Plackerei haben wir uns einen Riegel verdient! Ein Stückchen weiter finden wir eine vorgelagerte Insel auf der wir unser Lager aufbauen.
Der vorhergesagte Regen kommt nicht und wir können unser Lager im Trockenen abbauen. Bei guter Strömung geht’s am Ölhafen Lobau vorbei. Wir halten uns immer knapp an der Schifffahrtslinie, da von der Seite immer wieder Buhnen weit herein kommen, welche zum Teil überströmt sind. In der Fahrtrinne müssen wir auf die großen Schiffe und vor allem auf den Twin City Liner aufpassen. Dieser macht ganz schlimme Wellen. Zu Mittag erreichen wir Hainburg. Walter kümmert sich um unsere Wasservorräte, ich gehe einkaufen. Anschließend gönnen wir uns noch einen Cappuccino und ein Eis. Im Nationalpark darf man nur an bestimmten Stellen anlanden und campieren ist ohnehin verboten. Wir setzen auf die slowakische Seite über und finden ein nettes Plätzchen. Leider regnet es schon wieder und es weht kalter Wind.
