Zurück auf den Hauptfluss
Heute ist unser letzter Tag auf der Mosoni Donau. Wir erreichen bald Györ. Danach müssen wir eine Sonderprüfung absolvieren. Die letzten 14 km gibt es keine Strömung und Gegenwind haben wir auch noch dazu. Kurz nach Mittag erreichen wir das neu errichtete Sperrwerk. Die Rampe für den Ausstieg ist ja schön. Aber wie man auf der anderen Seite wieder ins Wasser kommen soll, hat sich niemand überlegt. Wir tragen unsere Ausrüstung zum benachbarten Hafenbecken, ziehen das Boot ein Stück über die Straße und dann über die Wiese einen Abhang hinunter. Nachdem das ganze Gepäck wieder im Boot verstaut ist, geht’s durch das Hafenbecken Richtung Donau. Endlich wieder Strömung! Dafür gibt es jede Menge Schiffsverkehr. In Gönyü trinken wir Kaffee und bunkern Wasser. Dann geht’s noch ein paar Kilometer weiter bis wir unser Lager aufbauen.
Der nächste Morgen bringt uns eine Überraschung. Walter hat das Boot gestern sehr weit aus dem Wasser gezogen und an einem Baum fest gebunden. Heute ist das Wasser nur mehr 50 cm vom Kanu entfernt. Schnell wird das Boot umgedreht und die darunter gelagerte Ausrüstung entfernt. Aber der Wasserstand pegelt sich dann ein. Nach einem Stehfrühstück (es tröpfelt) sind wir bald abfahrbereit.
Wir kommen an der Stadt Komarom vorbei und auch an einigen kleineren Ortschaften. Heute ist sehr viel Treibholz im Wasser, auch einige große Baumstämme wurden von den Wassermassen vom Ufer losgelöst. Viele Frachtschiffe kommen uns entgegen, wenige fahren hinunter. Wir steuern den Campingplatz „Eden Camp Site “ an. Die Homepage schaut gut aus. Dazu müssen wir 2 km in einem Altarm bergauf fahren. Dort angekommen erfahren wir, dass der Campingplatz derzeit wegen eines Trainingslagers geschlossen ist. Es wäre schon noch Platz gewesen für uns, aber die wollten einfach nicht. Wir paddeln zurück zur Donau und suchen lange nach einem geeigneten Lagerplatz. Nach 61 gepaddelten Kilometern finden wir ein Plätzchen.
