29.9.-1.10.2025 - Dakhla - Porto Rico

Es geht der Küste entlang weiter Richtung Süden. Die Landschaft ist meist eintönig. An einer der vielen Tankstellen tanken wir und bekommen auch gleich noch Tee dazu serviert. Es ist eine ganz neue Tankstelle, die noch nicht ganz fertig ist. Der Besitzer holt Sesseln aus dem Büro, damit wir bequem im Windschatten des Hauses unseren Tee genießen können. Wir bekommen eine echte Teezeremonie mit wiederholtem aufgießen und umfüllen – aus einer löchrigen Teekanne. Da es in die Westsahara steuerlich begünstigt ist, kostet hier der Liter Diesel umgerechnet nur zwischen 80 und 90 Cent. In der Gegend wird fleißig gebaut, so entsteht in der Nähe von Dakhla ein neuer Tiefseehafen. Dakhla ist ein wichtiger Militärstützpunkt in der Gegend und es wird auch hier an allen Ecken und Enden gebaut. Leider gibt es keinen brauchbaren Supermarkt und so klappern wir einige Geschäfte ab, bis wir Wasser, Brot, Obst und Gemüse beisammen haben. Wir fahren weiter in das Fischerdorf Lassarga. Hier endet die Straße. Zahlreiche Boote liegen am Land und es herrscht das typische Chaos. Übernachtungsplatz ist das für uns nicht. Es geht die Strecke wieder zurück und außerhalb von Dakhla finden wir bei einem Surfcamp einen Platz. Wir schauen den zahlreichen Kitesurfern einige Zeit zu und wandern dann wieder zurück zum Auto. Der Wind ist für die Surfer perfekt, wir bräuchten allerdings nicht so viel. Bis lange nach Mitternacht tobt der starke Wind.
In der Früh ist es dann bewölkt und nur ab und zu blinzelt die Sonne durch. Wir wollen noch weiter nach Süden nach Port Rico. Dort soll es schöne Stellplätze geben. Wir zweigen von der Straße ab auf eine gut zu fahrende Piste. Bevor es jedoch zur Bucht hinunter geht, steht ein großes Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass campieren verboten ist. Wir fahren dennoch den Rest der Piste weiter. Es geht zuerst über viele Steine und dann weichen Sand den Berg hinab. In der wunderschönen Bucht gibt es einen Militärposten. Vermutlich ist das der Grund, warum man dort nicht übernachten darf. Es wäre ein feines Plätzchen. Nach einigen Fotos geht es wieder bergauf und ab jetzt nach Norden. Auf der Rückfahrt regnet es immer wieder ein wenig. Wir finden einen Stellplatz über den Klippen und beeilen uns, in die Kabine zu kommen. Das Wetter schaut gar nicht gut aus. Kurz darauf beginnt es zu regnen und ein Gewitter zieht über uns. Kurze Zeit später hat sich der sandige Boden in einen See verwandelt und wir stehen mitten drin. Vom Fenster aus können wir beobachten, wie das Wasser über die Steilkante hinunter schießt.