28.-30.10.2025 - 3 Tage auf der Piste

Sobald wir Fes hinter uns haben, ist nicht mehr viel los. Wir fahren durch schöne, meist karge Landschaft. Nach einer Kaffeepause in Boulemane geht es weiter. Wir kommen an einigen Olivenhainen vorbei, dazwischen gibt es Wüste. Nachdem wir in Talsint noch einmal getankt haben, zweigen wir auf eine Piste ab. Hier sind wir ganz alleine, weit und breit ist niemand zu sehen. Wir suchen uns einen netten Lagerplatz und erkunden ein wenig die Gegend.

Mit Sonnenaufgang erleben wir eine schöne Stimmung. Die Wolken verheißen allerdings nichts Gutes. Die Piste wechselt sehr oft die Beschaffenheit und viele Querrillen zwingen zu aufmerksamem Fahren. Zu Mittag haben wir Anoual erreicht. Wir trinken Minztee und werden von einigen Marokkanern umlagert, die gerne wissen wollen, woher wir kommen und wohin wir wollen. Die Verständigung ist nicht ganz einfach. Wir tanken noch einmal, dann geht es zum Startpunkt der nächsten Piste. Leider beginnt es zu regnen und wir suchen uns bald einen Lagerplatz. Wir werden morgen entscheiden, ob eine Weiterfahrt sinnvoll ist. Mal schauen, wie viel es regnet.

In der Früh begrüßt uns wieder die Sonne und wir fahren weiter. Leider ist es nicht immer ersichtlich, wo die Piste verläuft. Immer wieder sind kleine Oueds, die das Vorankommen schwierig machen. Einmal bleiben wir fast hängen. Bevor wir das ganze Auto über die Spalte bringen, füllen wir sie noch mit Steinen auf. Wir schaffen den Spalt und es geht zum Teil auf ruppiger Piste durch die große Weite der Wüste. Man könnte glauben, wir sind in der Mongolei. Ab und zu sieht man die Behausungen von Nomaden. Ansonsten sind wir ganz alleine. Ein wunderbares Erlebnis! Am Nachmittag treffen wir wieder auf Asphalt und fahren weiter Richtung Tendrara. Wir lassen den Ort links liegen und suchen uns zwischen kleinen Pinien einen Lagerplatz.