28.-29.9.2025 - Durch die Wüste

 Unser heutiges Ziel sind die Wasserfälle von Khaoui Naam. Diese sind nur über eine anspruchsvolle Offroadpiste erreichbar. Der Wasserfall wird von unterirdischen Quellen mit hohem Schwefelgehalt gespeist. Derzeit ist allerdings sehr wenig Wasser vorhanden und es rinnt nur spärlich über die Kaskaden. Die ganze Zeit bläst sehr starker Wind und wir machen unsere Mittagspause im Auto. Der Sand kommt waagrecht daher und nimmt uns zeitweise die Sicht. Nach den Wasserfällen ist die Piste weniger anspruchsvoll und wir kommen anfangs schneller voran. Cirka 80 Kilometer bevor wir wieder auf die Hauptstraße treffen ist ein Militärstützpunkt und ab dort gibt es eine schöne Asphaltstraße. Anfangs kommen wir noch gut voran. Aber der stetige Wind lässt die Dünen auf die Straße wandern. Wir müssen ca. 30 Mal von der Straße herunter und zwischen den Dünen herumkurven, bis wir wieder auf die Straße können. Bei einem dieser Manöver bleiben wir im tiefen Sand stecken. Mit Schaufel und Sandboards bekommen wir das Auto wieder frei und wir können weiter die Sanddünen umfahren. Diese Verzögerungen bringen unseren Zeitplan durcheinander und wir kommen sehr spät an der Küste an. 

Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Süden. Die Landschaft ist eintönig, Steinwüste und Sanddünen wechseln sich ab. Dazwischen typische Siedlungen und immer wieder Militärstützpunkte und Funkanlagen.  Ab hier werden wir bei den Checkpoints regelmäßig angehalten und es werden unsere Daten aufgenommen. Die Militärs und die Polizei sind immer sehr freundlich und wünschen uns eine gute Reise. Mit dem angepeilten Campingplatz wird es nichts (wir wollten hier eigentlich den Sand von gestern los werden), aber wir finden dafür einen super Platz an der Küste. Der Wind bläst allerdings noch immer. Wir sitzen im Windschatten des Autos, trinken Tee und schauen auf das Meer, als plötzlich ein Wal auftaucht. Zuerst springt er weiter draussen, dann zieht er langsam Richtung Küste. Wir sehen ihn noch mehrmals blasen und öfters auch noch die Rückenflosse, bis er verschwindet. Die Art können wir nicht feststellen.  Nach einigen Stunden kommt ein einzelner Militarist vorbei. Er fotografiert unsere Pässe und das Auto und wünscht uns einen schönen Tag. Entlang der Küste sind immer kleine Bauten, in denen Soldaten untergebracht sind, welche diesen Abschnitt bewachen.