24.-25.9.2025 - Essaouira - Cascades de Imouzzer
Die Fahrt von Marrakech Richtung Küste ist anfangs etwas mühselig. Viele Orte und immer wieder LKWs verhindern ein flottes Weiterkommen. Die Orte sind typisch marokkanisch mit den kleinen Läden und Werkstätten und dem üblichen Durcheinander. Nach drei Stunden Fahrt für 187 km kommen wir in Essaouira an. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben, gehen wir durch die wunderschöne Altstadt mit den weißen Häusern und blauen Fensterläden Richtung Hafen. Das Angebot in den Läden hat sich bereits ein wenig geändert – wir sind weiter im Süden Marokkos. Von der von den Portugiesen errichteten Küstenbefestigung hat man einen schönen Ausblick auf die raue Küste. Entlang der Stadtmauer wandern wir zum Fischerhafen. Hier herrscht geschäftiges Treiben. Die Fischerboote werden entladen und an den Ständen wird der Fisch auch gleich verkauft oder zum Verzehr angeboten. Wir beobachten das Entladen der Fischerboote und schauen beim Flicken der Netze zu.
Unser heutiges Ziel sind die Cascades de Imouzzer und das Paradies Valley. Von Tamri zweigen wir auf eine schmale aber landschaftlich schöne Straße ins Landesinnere ab. Am Anfang fahren wir an einer Großbaustelle für ein Speicherkraftwerk entlang. Hier wurde die Straße neu angelegt und ist in einem entsprechend guten Zustand. Wir fahren durch kleine Orte – hier müssen die Menschen schon sehr genügsam sein… Entlang von Bananenplantagen und kleinen Oasen gehts weiter bis wir unser Ziel erreichen. Auf Anweisung eines Souvenirverkäufers stellen wir das Auto am Straßenrand ab. Wir sind die einzigen Besucher. Der Weg zu den Kaskaden geht an zahlreichen Souvenirständen vorbei. Ein Guide hat sich uns aufgedrängt, den wir leider nicht mehr los werden. Er ist aber sehr nett und erzählt uns, dass seit drei Jahren fast kein Wasser mehr die Kaskaden herunter fällt. Bei den Kaskaden tummeln sich viele junge Burschen, die von den Felsen in das noch mit Wasser gefüllte Becken springen. Das Becken am Fuße der Kaskaden ist 45 m tief. Jeder Souvenirhändler will uns etwas verkaufen. Wir können ihre Situation verstehen. Beim Bruder des Guides (auch ein Souvenirhändler) trinken wir noch einen Kaffee, dann gehts durch das Paradies Valley Richtung Agadir.
