22.-24.10.2025 - Cathedrale des Roches
Vom Camping Jurassique geht es den Rest des Ziz-Tales hinaus bis nach Er-Rich. Wir fahren weiter Richtung Imilchil. Teilweise auf Piste oder schlechtem Asphalt. Es geht nur langsam weiter, die Gegend ist aber wunderschön. Wir schrauben uns hinauf bis auf über 2.500 m. Auch auf dieser Höhe gibt es – dort wo es Wasser gibt – noch Apfelplantagen, Olivenbäume, Mais und noch vieles anderes. Von Imilchil geht es weiter nach Ouaouizaght. Auch hier ist die Landschaft traumhaft, die Straße könnte besser sein… Eigentlich wollten wir hier den Tag beenden, aber es scheitert jedoch an einem geeignetem Lagerplatz. Wir fahren auf der nächsten Offroad-Route noch über eine Stunde, bis wir einen schönen Platz zum Übernachten finden.
Ein kleines Stück geht es noch auf Asphalt weiter, dann beginnt eine gute Piste. Wir kommen an einem alten Sägewerk vorbei. Es gibt ein Loch im Zaun, und wir können in das Werksgelände hineinklettern. Danach geht es aus dem schönen Tal wieder ins Gebirge. Heute erreichen wir eine Höhe von 2.743 m. Auch auf dieser Höhe gibt es immer wieder Gehöfte und Siedlungen. Die Leute hier müssen schon sehr bescheiden sein. Die Lebensbedingungen sind sehr hart. Wenn wir erblickt werden, laufen die Kinder schon von weit weg Richtung Straße, um uns abzufangen. Einige winken freundlich, andere betteln. Die Kinder tun uns leid, aber man soll sie nicht durch Geschenke zum Betteln animieren. Diese Vorgangsweise führt dazu, dass, wenn sie nichts bekommen, sie dem Auto Steine nachwerfen. Wir wurden zum Glück nie getroffen, bremsen reicht normalerweise und die Kinder verschwinden wie der Blitz. Auch heute haben wir wieder das Problem, einen geeigneten Lagerplatz in dieser schönen Gegend zu finden. Im Gebirge kann man fast nicht von der Straße und wenn, ist es die Zufahrt zu einem Gehöft. Die Täler sind durchgehend besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Erschwerend kommt dazu, dass die letzten 50 km der Piste eine Großbaustelle sind und die Baumaschinen den Weg versperren. Wir müssen mehrmals warten, bis die Straße von den großen Steinen freigeschaufelt wird, bis wir weiterfahren können. Erst um 18 Uhr finden wir an einem Stausee einen schönen Platz. In der Nähe picknicken einige Einheimische. Zuerst werden wir mit Kuchen und Tee versorgt. Dann bringen uns andere noch Fleischspieße vorbei. Alles hat sehr lecker geschmeckt. Gastfreundschaft hat hier einen hohen Stellenwert.
Am Freitag starten wir nach einem Frühstück bei Sonnenaufgang Richtung Kenifra. Wir versorgen uns und fahren bis Azrou unserem heutigen Ziel. Dazwischen lassen wir noch unser Auto waschen. Wasser sparen ist hier nicht angesagt. Die Handwäsche dauert eine Stunde, die ganze Zeit mit vollem Wasserstrahl. Die Autowäsche kostet umgerechnet ca. 10 Euro.
