Kuba
Mojito, Zigarren, Sonne, Meer ……
7.11. – 25.11.2010

Che (plaza de la revolucion havanna)

Dieser Urlaub ist für uns „Neuland“. Da meine Spanischkenntnisse nicht sehr berühmt sind, und Kuba für Individualtouristen noch nicht so eingerichtet ist, wurde uns geraten, nicht nur das Mietauto zu buchen, sondern auch schon die Quartiere. Im Nachhinein betrachtet waren die Etappen nicht immer optimal geplant.

Sonntag, 7.11.
Mit einem Zwischenstopp in Frankfurt landen wir am Abend in Varadero. Ein Taxi bringt uns nach Havanna ins Hotel, welches in der Altstadt liegt.

Montag, 8.11. bis Dienstag, 9.11.
Wir besichtigen Havanna sehr ausgiebig zu Fuß, mit dem Bus und mit einem Pferdewagen. Die Geschichte ist allgegenwärtig. Bei einigen Häusern sieht man noch immer die Einschusslöcher von der Revolution. Che Guevara wird nach wie vor verehrt. Die berühmten Autos sind nur von der Ferne schön. Die Stadt ist sehr lebhaft, es gefällt uns gut hier. Wir besuchen natürlich auch die Tropicana Show. Die Kostüme der Tänzer sind sehr aufwändig und schön.

Vinales

Mittwoch, 10.11. bis Freitag, 12.11.
Am Vormittag geht’s noch ein letztes Mal in die Stadt, um 13:00 Uhr sollten wir das Auto übernehmen können. Aber so eilig haben es die Kubaner nicht.
Von unserem Reisebetreuer haben wir sehr gute Wegbeschreibungen bekommen. Straßenschilder gibt es nicht, Straßenkarten sind extrem ungenau. Mit dieser Beschreibung finden wir tatsächlich den Weg aus Havanna hinaus. Unser Ziel für heute ist Vinales. Auf dem Weg dorthin besuchen wir noch eine Tabakplantage und bekommen eine Privatführung.
Wir bleiben hier zwei Nächte und erkunden die Umgebung – z.B. das Vinales Tal, die Cueva de Santo Tomas. Ein Abstecher an die Küste zum Schnorcheln muss natürlich auch sein. Die Natur hier ist sehr schön. Hier wachsen die Pflanzen im Freien, die wir zu Hause als Zimmerpflanzen kennen. Die Menschen sind sehr nett. Da es in Kuba kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt, sind die meisten Leute darauf angewiesen, mitgenommen zu werden. Auch wir haben ständig fremde Leute im Auto, die sehr dankbar sind, mitfahren zu können. Obwohl die Verständigung manchmal sehr schwierig ist – nur die jungen Männer sprechen Englisch – sind es sehr interessante Begegnungen.
Eigentlich wollten wir uns auch den Parque Nacional Peninsula Guancanahibes im Westen der Insel anschauen. Leider brauchten wir für die Hinfahrt so lange, weil die Straße so schlecht war, dass wir vor dem NP Tor schließlich wieder umdrehten und dafür nach Maria La Gorda fuhren. Nach einer Abkühlung im Meer treten wir die Heimreise an.

Faschingsumzug in Candelaria

Samstag, 13.11. bis Sonntag, 14.11.
Über einige Umwege fahren wir ins Biosphärenreservat von Las Terrazas. Dort besuchen wir die älteste Kaffeeplantage Kubas (nicht mehr in Betrieb) und wandern dann zu den Wasserfällen. Wir schlafen in Sorva.
Im Orchideengarten blüht kaum etwas, obwohl laut Reiseführer jetzt die beste Zeit für einen Besuch wäre.
In Candelaria kommen wir gerade rechtzeitig zu einem Faschingsumzug. Der ganze Ort ist auf den Beinen, es herrscht ein buntes Treiben.
Wir erkunden mit dem Auto die Gegend und sind immer wo anders, als wir glauben zu sein. Die Karte stimmt absolut nicht mit der Realität überein. Aber es ist spannend und schön.

Guama

Montag, 15.11. bis Dienstag, 16.11.
Heute wollen wir bis Cienfuegos kommen. Obwohl es Montag am Morgen ist, kommen wir gut durch Havanna durch – es hat ja kaum einer ein Auto hier. Die Autobahn ist hier nicht nur für Autos reserviert. Alles (Pferdefuhrwerke, Radfahrer, Kühe,…) bewegt sich auf dieser Straße auch entgegen der üblichen Fahrtrichtung. Aber bei dieser Verkehrsdichte ist das absolut kein Problem. In Kuba ist alles sehr entspannt. Unterwegs besuchen wir noch eine Aufzuchtstation für Krokodile. Mit dem Motorboot geht es nach Guama ins Sumpfgebiet hinaus. In Playa Giron statten wir natürlich dem Schweinebuchtmuseum einen Besuch ab. Die Geschichte der Revolution ist allgegenwärtig.
Cienfuegos ist zum Teil sehr schön renoviert.

Auto in Trinidad

Mittwoch, 17.11.
Unser heutiges Ziel ist Trinidad. Wir möchten über Topes de Collantes fahren. Leider beginnt es in den Bergen zu regnen. Wir fahren deshalb zurück und schauen uns im Valle de los Ingenios die Überreste einer Zuckermühle an. Es ist ziemlich schwül. Trotzdem erklimmen wir den Bewacher Turm und haben eine gute Aussicht auf die Umgebung. Von den Strapazen erholen wir uns dann im Schatten mit einem Mojito.
Wir kommen erst am späteren Nachmittag nach Trinidad und wandern dann in die Altstadt hinunter (Unser Hotel liegt am Berg). Hier sind nur im historischen Zentrum einige Häuser renoviert. Alles andere ist noch „naturbelassen“.

Caya Coco

Donnerstag, 18.11. bis Sonntag, 21.11.
Heute geht’s Richtung Caya Coco, wo wir drei Nächte „all inclusive“ gebucht haben. Wir möchten dort ein wenig schnorcheln gehen. Die Insel ist mit einem 17 km langen Damm mit dem Festland verbunden. Dann ist man im Schlaraffenland. Diese Hotelanlagen hier haben mit Kuba überhaupt nichts gemein. Die Auswahl an Speisen und Getränken ist europäisch. Kein Wunder, die Betreiber dieser Anlage sind Spanier, die lassen alles von Übersee kommen. In Kuba kann man nämlich diese Waren gar nicht kaufen.
Am Nachmittag gehen wir kurz ins Wasser. Es gibt hier sehr viele Quallen. Auch wenn sie nicht gefährlich sind, ist es ein ungutes Gefühl. Das Wetter wird leider schlechter, am nächsten Morgen ist der Strand verschwunden und es fahren auch keine Boote zum Riff hinaus. Wir erkunden daher mit dem Auto die Insel und besuchen den Naturpark El Bago. Da es regnet, bemerken wir, dass jemand unseren Scheibenwischer brauchen hat können… Da eine Rex-Station in der Nähe ist, kann unser Problem schnell behoben werden.
Am nächsten Tag regnet es zwar nicht mehr und ein kleiner Streifen Strand ist auch schon wieder da. Aber der Wellengang ist noch sehr hoch, es fahren auch heute keine Boote hinaus. Wir machen nur eine ausgedehnte Strandwanderung und genießen den einen oder anderen Cocktail.
Als wir am Sonntag in der Früh denn weiterfahren, ist das Wetter noch immer nicht wirklich besser.
Am Festland beginnt es wieder zu regnen und die Landschaft nach Camaguey ist nicht herausragend.

Granjita Siboney

Montag, 22.11. bis Mittwoch, 23.11.
Endlich wieder einmal Sonne! Wir machen uns auf den Weg nach Santiago de Cuba und besuchen die Wallfahrtskirche El Cobra, die schön in der Landschaft der Sierra Maestra liegt. Hier ist es richtig touristisch.
Unser Hotel in der Altstadt von Santiago de Cuba finden wir nur nach oftmaligem Fragen. Straßenschilder oder andere Hinweisschilder gibt es nicht in Kuba. In dieser Stadt gibt es viel zu entdecken. In Santiago bleiben wir für 3 Nächte und erkunden auch von hier aus die Umgebung. Unter anderem fahren wir nach Granjita Siboney, dem Versteck von Fidel Castro vor dem Sturm auf die Moncada Kaserne 1953. Man kann die Geschichte hier noch richtig spüren…
Heute finden wir eine gute Stelle zum Schnorcheln und können viele schöne Fische bewundern.
Am Abend haben wir uns mit Einheimischen verabredet und dürfen zu denen mit in die Wohnung kommen. Eine sehr interessante Begegnung, die uns Einblicke in den Alltag eines Kubaners bringt.
Die Menschen müssen mit sehr wenig auskommen (hungern müssen sie nicht), aber sind immer ordentlich angezogen. Darauf wird großer Wert gelegt. Wir werden mit Kaffee und gebratenen Bananen bewirtet, echt köstlich.

Taxi

Donnerstag, 24.11.
Nachdem wir endlich aus der Stadt sind – ohne falsch Abbiegen geht hier gar nichts – geht’s Richtung Küste nach Norden. Wir möchten noch einmal schnorcheln gehen. Leider bläst ziemlich starker Wind, sodass wir nicht ins Wasser können. Über einen kleinen Umweg fahren wir nach Holguin ins Hotel.

Freitag, 25.11.
Wir müssen am Vormittag unser Auto abgeben, dann beginnt das lange Warten auf den Rückflug.

Kuba ist ein unheimlich interessantes Land mit sehr freundlichen Menschen. Für uns eine andere Art von Urlaub, aber trotzdem sehr schön.