Abruptes Ende

13.3.-14.3.2020
Wieder zurück auf dem Festland kämpfen wir uns bei schlechten Straßenbedingungen und immer wieder starkem Schneefall Richtung Süden. Eigentlich wollten wir noch auf die Lofoten hinaus, aber ein Verkehrsunfall hielt uns dann über eine Stunde auf.
Außerdem ist eine große Militärübung und unzählige Militärkonvois in beide Richtungen machten das Vorankommen auch nicht schneller. Wir finden einen schönen Lagerplatz,
eine ungeräumte Straße, die wir im Tiefschnee hineinfahren.
Hier erreicht uns die Information, dass alle Touristen, die nach dem 27.2. eingereist sind, das Land verlassen müssen oder in Quarantäne kommen. Damit sind für uns die Lofoten gefallen.
Schweren Herzens entschließen wir uns, den Urlaub abzubrechen und auf schnellstem Weg das Land zu verlassen. Quarantäne reizt uns nicht wirklich.
Es schneit in der Nacht immer wieder und in der Früh liegen nocheinmal 20 cm mehr Schnee auf unserem „Tiefschneeparkplatz“. Die Straße soll nachher wieder auf die E6 münden und wir fahren den schmalen Weg im Tiefschnee weiter. Nach einem Kilometer ist Schluss.
Meterhohe Schneeverwehungen machen ein Weiterkommen unmöglich. Auf einem etwas breiteren Stück drehe ich mit 20x reversieren um. Wir fahren den ganzen Weg wieder zurück. Links und rechts die von uns hinausgeschobenen Schneeberge
und zwischen den Radspuren die Spur vom Differential, welches sich in der Mitte schön abzeichnet. Wir sind wie ein Pflug durch den Schnee gefahren. Das alles noch ohne Schneeketten. Die legen wir dann auf der E10 an, die ist vereist und geht
mit 9% Steigung Richtung Kiruna. Gegen Mittag verlassen wir Norwegen und reisen in Schweden ein. Die Gegend um den Abisko-Nationalpark ist traumhaft schön und hier scheint auch erstmals wieder die Sonne.